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    LINC - Leipzig Interventional Course

    Datum: 23. - 26. Januar 2013
    Teilnehmer: 4.000
    Veranstalter: Dierk Scheinert, Giancarlo Biamino, Andrej Schmidt, Gerhard Schuler, Friedrich Wilhelm Mohr, Congress Organisation and More GmbH, Provascular GmbH
    Genutzte Räume: Messehalle 5
    LINC - Leipzig Interventional Course

    LINC - Leipzig Interventional Course

    LINC - Leipzig Interventional Course

    Als etabliertes Kongresshaus werden wir oft von Fachjournalisten und Studenten gefragt, wie unserer Meinung nach Kongresse in der Zukunft aussehen werden. An Hochschulen, die Studiengänge in Messe- und Kongresswirtschaft ausbilden, gibt es Vorlesungen zu diesem Thema. Die Dachorganisation der deutschen Tagungswirtschaft, das German Convention Bureau, hat verdienstvollerweise eine Zukunftsstudie zum Kongresswesen in Auftrag gegeben, deren Erscheinen im Jahr 2013 von der Branche mit Spannung erwartet wird. Im CCL Congress Center Leipzig haben wir schon gesehen, wie der Kongress der Zukunft aussieht.

    Im Januar 2013 war das CCL bereits zum fünften Mal Gastgeber für den Leipzig Interventional Course. Der LINC, einer der wichtigsten Fachkongresse auf dem Gebiet der interventionellen, d. h. minimal-invasiven Gefäßmedizin, richtet sich an Ärzte verschiedener Fachrichtungen aus aller Welt. Vorhersagen, die Branchenexperten über den Kongress der Zukunft treffen, sind auf dem LINC-Kongress, wie wir ihn im Januar 2013 und schon in den Vorjahren in Leipzig erlebt haben, bereits Wirklichkeit geworden.

    LINC - Leipzig Interventional Course

    Vorhersage 1: Die starren räumlichen und zeitlichen Grenzen zwischen den verschiedenen Bestandteilen eines Kongresses werden sich zunehmend auflösen: Kongresse werden integrativer und kommunikativer. - Diesen Trend konnte man beim LINC sehr gut beobachten. Die Teilnehmer gestalten ihre Teilnahme am Kongress als ein ganz individuelles „Pick-and-Mix" aus den Programbestandteilen, die für sie am interessantesten und wichtigsten sind. Dies bedeutet, dass nicht zwangsläufig eine bestimmte Session von Anfang bis Ende besucht wird, sondern sich die Teilnehmer flexibel zwischen verschiedenen Sessions, Postern und Ausstellungen bewegen. Die Möglichkeit zum „zwanglosen Networking" ist nicht auf Mahlzeiten und Pausen begrenzt, sondern besteht ständig und überall. Diese Beobachtung erinnert an Aussagen von Generationsforschern, denen zufolge die Angehörigen der jüngeren Generationen „X und Y" in ihrer Informationsaufnahme flexibler, selektiver und anspruchsvoller werden.

    LINC - Leipzig Interventional Course

    Vorhersage 2: Das Layout von Kongressen wird sich so verändern, dass es den Anforderungen an höhere Flexibilität und Integration optimal Rechnung trägt. - Tatsächlich verschwimmen beim LINC auch baulich die Grenzen zwischen Vortragssälen, Ausstellung, Posterbereich, Foyers und Cateringzonen. Die Eingangsbereiche zu den Vortragssälen sind komplett offen gehalten; es gibt keine Wand oder Türen mehr, die eine starre und schalldichte Grenze zwischen Vortrag und sonstigem Kongressgeschehen bilden würden. Natürlich vermischt sich dadurch der Schall aus Vortrag, Ausstellung und sonstigem Kongressgeschehen. Dies ist aber keineswegs störend, sondern bildet einen einheitlichen, gleichmäßigen und sogar erstaunlich ruhigen Geräuschteppich über die ganze Halle hinweg, der angenehm und beruhigend wirkt. Die strikte Forderung heutiger Kongressveranstalter, dass in Messehallen eingebaute Plenen nur dann akzeptabel sind, wenn sie voneinander quasi hermetisch abgegrenzt und absolut schalldicht sind, wird vor dem Hintergrund dieser Erfahrung künftig zu hinterfragen sein. Vortragssäle, Ausstellungen und Foyers sind zueinander in unmittelbarer Sicht- und Hörweite, sind untereinander integriert und bilden ein großes Ganzes. An allen Stellen des Forums ist zu jeder Zeit Leben und Kommunikation. Die Ära, wo zu bestimmten Zeiten alle Teilnehmer in einer großen Session sitzen, der Rest des Kongresshauses wie ausgestorben ist und sich die Aussteller an ihren leeren Ständen langweilen, gehört hier der Vergangenheit an. So modern dieses Layout ist, greift es zugleich auf ein archaisches Kulturgut der Menschheit zurück: die Idee des Marktplatzes.

    LINC - Leipzig Interventional Course

    Vorhersage 3: Sinnliche Erfahrungen werden bei der Gestaltung von Kongressen in der Zukunft eine größere Rolle spielen. - Schon beim Betreten der Halle wird sichtbar, dass alle gestalterischen Elemente des Kongresses perfekt und planvoll aufeinander abgestimmt sind. Beim Layout der Vortragsforen wird mit verschiedenen Formen gespielt: einige haben einen rechteckigen Grundriss mit der Bühne in der Front; andere hingegen sind rund, um eine mittlere Bühne herum angeordnet. Dazu dominiert in jedem dieser Foren eine bestimmte Farbe, die vor allem mit Mitteln der Beleuchtung erzeugt wird. So gibt es also einen roten, einen blauen, einen grünen, einen orangefarbenen Bereich, wodurch Individualität, und im Ganzen gesehen zugleich Harmonie erzeugt wird. Dieses ausgefeilte Gestaltungs- und Beleuchtungskonzept geht weit über bloße Dekoration hinaus und ist ganz offensichtlich vom modernen Wellness-Gedanken beeinflusst.

    Vorhersage 4: Die technischen Anforderungen bei Kongressen werden anspruchsvoller und komplexer. - Diese Vorhersage überrascht vermutlich am wenigsten, aber auch sie manifestiert sich beim LINC in eindrucksvoller Weise. An vier Tagen werden mehr als 90 Operationen aus OP-Sälen in der ganzen Welt - von Miami über Hamburg bis Sao Paolo - live in den Kongress übertragen. Ein Kamerastream aus einem OP-Saal, ein Röntgen-Livestream in Full-HD-Qualität sowie erläuternde Charts werden dabei gleichzeitig auf eine riesige Leinwand projiziert, und dies von verschiedenen Operationen in mehreren Foren parallel. Dabei werden höchste Anforderungen an die Vernetzungs- und Präsentationstechnik gestellt. Aber nicht nur die komplexen Präsentationen stellen die technische Leistungsfähigkeit auf die Probe, sondern auch die Teilnehmer, die sich mittels ihrer mobilen Endgeräte quasi die ganze Welt mit in das Kongressgeschehen holen. Die W-LAN-Infrastruktur der Halle 5 auf dem Leipziger Messegelände wurde aufgerüstet, um diese Anforderungen problemlos zu erfüllen; sukzessive folgen nun auch die anderen Messehallen.

    In 15 bis 20 Jahren werden wahrscheinlich die meisten anspruchsvollen Kongresse so aussehen wie heute der Leipzig Interventional Course. Doch wie wird der LINC dann aussehen? Auf jeden Fall wird er wohl weiter deutlich wachsen. Der LINC startete im Jahr 2005 mit 660 Teilnehmern aus 20 Ländern. Damals kamen noch gut zwei Drittel der Teilnehmer aus Deutschland. Obwohl die LINC-Veranstalter mit dem damals gastgebendem Haus, dem The Westin Leipzig Hotel, sehr zufrieden waren, mussten sie es aus Platzgründen für das Jahr 2009 verlassen und tagten fortan im Congress Center Leipzig. In jenem Jahr war LINC bereits auf 1.750 Teilnehmer aus 50 Ländern angewachsen. Der Kongress wuchs weiter und belegte schließlich eine komplette Messehalle auf dem Leipziger Messegelände. Im Jahr 2013 nahmen rund 4.000 Teilnehmer aus 70 Ländern am LINC teil. Drei Viertel der Teilnehmer kamen dazu aus dem Ausland, darunter knapp 10 Prozent aus den USA. Wie sich indes der LINC inhaltlich und vom Veranstaltungslayout her weiter entwickeln wird, vermag uns sicher auch in 20 Jahren erneut zu überraschen.


    Ronald Kötteritzsch

    Ronald Kötteritzsch

    Marketing





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